Erster Maibockanstich der Gopperer begeistert Publikum

Eine gelungene Premiere feierten die Gopperer mit ihrem ersten Maibockanstich. Anstelle des bisherigen „Tanz in den Mai“ setzte der Stammtisch damit auf ein neues Format und traf damit ins Schwarze. Der Saal im Schützenhaus der Jura-Höhe Rupertsbuch war bestens gefüllt, die Besucher erlebten einen Abend ganz im Zeichen von Geselligkeit, Musik und bayerischer Lebensart im Altmühltaler Juraland, gerne auch als Goppererland bezeichnet.

Bereits zu Beginn stand mit dem Anstich des Maibocks der Brauerei Hofmühl ein erster Höhepunkt an. Diese Aufgabe übernahm der frühere Präsident Daniel Schwäbl, der mit mehreren kräftigen Schlägen das Fass öffnete. Die erste Maß erhielt Bürgermeister Stefan Bauer.

Für die musikalische Gestaltung sorgten die „Gopperer X“, die mit einem abwechslungsreichen Programm durch den Abend führten. Bereits zum Auftakt mit „Auf geht’s, Burschen, Maibockzeit“ griffen sie das zentrale Thema stimmungsvoll auf. Mit bekannten Liedern wie „Caramba, Caracho“, „Fiesta Mexicana“ und „In einer Bar in Mexico“ erreichten sie schnell eine ausgelassene Stimmung im Saal. Daneben sorgten ruhigere Stücke wie das 60er-Jahre-Medley und „Seasons in the Sun“ für Abwechslung. Mit „Mir san Goppererkinder“ setzten die Musiker einen besonderen heimatverbundenen Akzent und griffen das Lebensgefühl im Juraland auf, was vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.

Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend die Maibockrede, vorgetragen von Jonas Schneider in seiner Rolle als Jagdvorsteher. Mit viel Wortwitz und einem feinen Gespür für lokale Eigenheiten nahm er die Zuhörer mit auf eine humorvolle Reise durch das Dorfgeschehen. Er spannte den Bogen vom Frühling im Jura über die doppelte Bedeutung des Maibocks bis hin zu zahlreichen Anekdoten aus Workerszell und Umgebung. Immer wieder sorgten bekannte Namen, pointierte Beobachtungen und gemeinsame Prositrunden für große Heiterkeit. Gleichzeitig stellte er den Gemeinschaftssinn im Dorf in den Vordergrund und traf damit genau den Ton des Abends.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgten die „Dorflaller“, die das Dorfleben mit viel Witz und Situationskomik auf die Bühne brachten. In kurzen Szenen und pointierten Dialogen wurden typische Alltagssituationen überspitzt dargestellt. So sorgten etwa Wortspiele wie der Vergleich zwischen „Müüchreis und Elektriker“, bei dem „der Elektriker im Zimmer liegt und zuckt“, ebenso für Lacher wie ein rastloser Wanderer, der quer durch den Saal zog mit dem Ruf, er sei „auf’m Jakobsweg“ Richtung Santiago. Skurrile Auftritte wie der Sheriff und sein Marshal oder der augenzwinkernde Segen des Pfarrers „heut dürft ihr betrunken sein“ rundeten das humorvolle Programm ab. Auch musikalische Einlagen wie das Mesnerlied „Mir san die Mesner der Pfarrei“ sorgten für zusätzliche Unterhaltung beim Publikum.

Bereits im Vorfeld war zudem die traditionelle Maischeibe ausgeschossen worden. Als Gewinner konnte sich Hendrik Kowalski feiern lassen.

Dass das neue Konzept aufgeht, zeigte sich nicht zuletzt am Verlauf des Abends: Die Stimmung blieb bis zum Schluss ausgezeichnet und der Maibock war schließlich restlos ausverkauft. Damit dürfte der erste Maibockanstich der Gopperer nicht nur eine erfolgreiche Premiere gewesen sein, sondern zugleich den Grundstein für eine neue Tradition im Goppererland legen.

 

Maibockrede mit Witz und Lokalkolorit: Jonas Schneider begeisterte als Jagdvorsteher mit humorvollen Einblicken ins Dorfleben und viel Gespür für Gemeinschaft.