Spielbericht Schöpfel-Cup XXL

Bei strahlendem Sonnenschein und nahezu hochsommerlichen Temperaturen ging im Rahmen des 60 jährigen Jubiläums der DJK Workerszell der Schöpfel Cup XXL über die Bühne. Mittendrin das Team Stammtisch d’Gopperer, angeführt von Coach Gomez, der eine schlagkräftige und bunt zusammengewürfelte Truppe ins Rennen schickte. Besonders bemerkenswert Der jüngste Spieler im Kader war gerade einmal 6 Jahre alt. Ganz im Sinne von Coach Gomez, der schon vor Turnierbeginn betonte

„Bei uns zählt ned’s Geburtsdatum entscheidend is auf’m Platz“

Kurzfristig musste die Mannschaft jedoch einen Rückschlag verkraften Stürmer Benjamin Schneider fiel aus, was eine spontane Umstellung in der Offensive erforderte. Doch auch dafür hatte Coach Gomez die passende Ansage parat

„Wenn einer ausfällt rückt der Nächste nach die Mannschaft is der Star des hab i immer g’sagt“

Gruppenphase holpriger Start starke Reaktion

Im ersten Gruppenspiel gegen die JG Schernfeld hielt man gut dagegen, musste sich aber am Ende mit 1 zu 3 geschlagen geben. Coach Gomez analysierte gewohnt trocken

„Wennst vorne deine Chancen ned machst dann kriegst hinten d’Quittung des is Fußball ganz einfach“

Davon ließ sich die Mannschaft jedoch nicht beirren. Im zweiten Spiel gegen die FVO DJK Damen zeigte das Team Moral und setzte sich mit 2 zu 1 durch. Besonders der Einsatz stimmte ganz nach dem Geschmack von Coach Gomez

„Wille schlägt Talent aber nur wenn ma ihn auf’n Platz bringt“

Im entscheidenden dritten Gruppenspiel gegen den Schützenverein entwickelte sich ein torreiches Duell das die Gopperer mit 3 zu 2 für sich entscheiden konnten. Coach Gomez brachte es nach Abpfiff auf den Punkt

„A Gaudi Turnier is des vielleicht neben dem Platz aber am Feld wird ganz normal abgerechnet“

Mit zwei Siegen sicherte sich das Team den zweiten Platz in der Gruppe und zog verdient ins Halbfinale ein.

Halbfinale starker Kampf aber ausgeschieden

Im Halbfinale warteten die Kneipenterroristen, die sich als harter Gegner erwiesen. Trotz großem Einsatz musste sich der Stammtisch mit 1 zu 3 geschlagen geben. Für Coach Gomez war die Sache klar

„Ein Spiel gewinnst ned mit Schönspielerei sondern wennst deine Chancen nutzt und des ham heid die andern besser gmacht“

Podestplatz und starke Gesamtleistung

Am Ende sprang ein starker dritter Platz heraus, den sich die Gopperer gemeinsam mit der Fröhlichen Feuerwehr sicherten. Angesichts der kurzfristigen Ausfälle und der starken Konkurrenz ein mehr als respektables Ergebnis.

Das Wetter zeigte sich den ganzen Tag über von seiner besten Seite strahlender Sonnenschein heiße Temperaturen jedoch glücklicherweise mit ausreichend Schattenplätzen rund um den Platz ideale Bedingungen für ein rundum gelungenes Turnier.

Bei der Siegerehrung bewies Coach Gomez schließlich noch einmal sein Gespür und sicherte dem Team einen hochwertigen Preis. Zufrieden aber keineswegs satt richtete Coach Gomez den Blick direkt wieder nach vorne und gab die Marschroute für das kommende Jahr aus

„Heuer hamma uns eingespielt nächstes Jahr holen wir uns des Ding Und i sag’s euch dann wandert der Pokal wieder von Schernfeld rüber ganz ohne Umwege“

Der Schöpfel-Cup XXL war ein voller Erfolg sportlich wie gesellschaftlich. Der Stammtisch d’Gopperer überzeugte mit Teamgeist Einsatz und der richtigen Mischung aus Ehrgeiz und Gaudi.

Oder wie es Coach Gomez über den gesamten Turniertag hinweg immer wieder formulierte

„Fußball is einfach aber einfach is im Fußball gar nix“

Erster Maibockanstich der Gopperer begeistert Publikum

Eine gelungene Premiere feierten die Gopperer mit ihrem ersten Maibockanstich. Anstelle des bisherigen „Tanz in den Mai“ setzte der Stammtisch damit auf ein neues Format und traf damit ins Schwarze. Der Saal im Schützenhaus der Jura-Höhe Rupertsbuch war bestens gefüllt, die Besucher erlebten einen Abend ganz im Zeichen von Geselligkeit, Musik und bayerischer Lebensart im Altmühltaler Juraland, gerne auch als Goppererland bezeichnet.

Bereits zu Beginn stand mit dem Anstich des Maibocks der Brauerei Hofmühl ein erster Höhepunkt an. Diese Aufgabe übernahm der frühere Präsident Daniel Schwäbl, der mit mehreren kräftigen Schlägen das Fass öffnete. Die erste Maß erhielt Bürgermeister Stefan Bauer.

Für die musikalische Gestaltung sorgten die „Gopperer X“, die mit einem abwechslungsreichen Programm durch den Abend führten. Bereits zum Auftakt mit „Auf geht’s, Burschen, Maibockzeit“ griffen sie das zentrale Thema stimmungsvoll auf. Mit bekannten Liedern wie „Caramba, Caracho“, „Fiesta Mexicana“ und „In einer Bar in Mexico“ erreichten sie schnell eine ausgelassene Stimmung im Saal. Daneben sorgten ruhigere Stücke wie das 60er-Jahre-Medley und „Seasons in the Sun“ für Abwechslung. Mit „Mir san Goppererkinder“ setzten die Musiker einen besonderen heimatverbundenen Akzent und griffen das Lebensgefühl im Juraland auf, was vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.

Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend die Maibockrede, vorgetragen von Jonas Schneider in seiner Rolle als Jagdvorsteher. Mit viel Wortwitz und einem feinen Gespür für lokale Eigenheiten nahm er die Zuhörer mit auf eine humorvolle Reise durch das Dorfgeschehen. Er spannte den Bogen vom Frühling im Jura über die doppelte Bedeutung des Maibocks bis hin zu zahlreichen Anekdoten aus Workerszell und Umgebung. Immer wieder sorgten bekannte Namen, pointierte Beobachtungen und gemeinsame Prositrunden für große Heiterkeit. Gleichzeitig stellte er den Gemeinschaftssinn im Dorf in den Vordergrund und traf damit genau den Ton des Abends.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgten die „Dorflaller“, die das Dorfleben mit viel Witz und Situationskomik auf die Bühne brachten. In kurzen Szenen und pointierten Dialogen wurden typische Alltagssituationen überspitzt dargestellt. So sorgten etwa Wortspiele wie der Vergleich zwischen „Müüchreis und Elektriker“, bei dem „der Elektriker im Zimmer liegt und zuckt“, ebenso für Lacher wie ein rastloser Wanderer, der quer durch den Saal zog mit dem Ruf, er sei „auf’m Jakobsweg“ Richtung Santiago. Skurrile Auftritte wie der Sheriff und sein Marshal oder der augenzwinkernde Segen des Pfarrers „heut dürft ihr betrunken sein“ rundeten das humorvolle Programm ab. Auch musikalische Einlagen wie das Mesnerlied „Mir san die Mesner der Pfarrei“ sorgten für zusätzliche Unterhaltung beim Publikum.

Bereits im Vorfeld war zudem die traditionelle Maischeibe ausgeschossen worden. Als Gewinner konnte sich Hendrik Kowalski feiern lassen.

Dass das neue Konzept aufgeht, zeigte sich nicht zuletzt am Verlauf des Abends: Die Stimmung blieb bis zum Schluss ausgezeichnet und der Maibock war schließlich restlos ausverkauft. Damit dürfte der erste Maibockanstich der Gopperer nicht nur eine erfolgreiche Premiere gewesen sein, sondern zugleich den Grundstein für eine neue Tradition im Goppererland legen.

 

Maibockrede mit Witz und Lokalkolorit: Jonas Schneider begeisterte als Jagdvorsteher mit humorvollen Einblicken ins Dorfleben und viel Gespür für Gemeinschaft.